Rundgang durchs Ostend

Hans-Joachim Prenzel und Constanze Sartori f√ľhren am 16. April durch das historische und gegenw√§rtige Ostend. Dabei besuchen wir auch Einrichtungen, die sich erst in ‚Äěj√ľngster‚Äú Vergangenheit im Stadtteil niedergelassen haben.

Das Ostend ‚Äď Planung, Umbau, Neubau ‚Äď Und die Menschen?

„Metaphorik eines emotionalen Zustands“

Standort:  Ernst-Achilles Platz (Ostend, vor der ehem. Feuerwache)

F√ľr die Unterst√ľtzung bedanke ich mich bei: Irina Dudek und Manfred Reitzlein und Dr. Helmut Gundermann.

Skulptur auf dem Parlamentsplatz. K√ľnstlerin: Cornelia HeierIm Rahmen des Ausstellungsprojektes, „Im Ostend viel Neues“ des Historischen Museums, ist die Skulptur ‚ÄěMetaphorik eines emotionalen Zustands‚Äú in Bezug zur Geschichte des Stadtviertels und zur Geschichte und Gegenwart der Bewohner des Viertels an einem zentralen Ort, einem Verkehrsknoten im Ostend, zu sehen.

Ein Wort, ein Bild, eine Skulptur, die Metaphorik eines emotionalen Zustandes. Liebe ist Alltag und exzeptionell. Sie findet ihren Wert im dialogischen Raum zwischen Liebenden. Das bezieht sich hier auf eine Lebensumgebung, die in erster Linie nicht aus Gr√ľnden der Liebe entstanden ist. Uns aber ebenso st√§ndig begleitet und unter Umst√§nden auch verwirrt. Die Systemtheorie definiert Liebe als eine ‚Äěgesellschaftliche Semantik‚Äú bzw. als Code des Miteinanderumgehens. Liebe fungiert in der funktional ausdifferenzierten Gesellschaft in erster Linie als ‚Äěsymbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium‚Äú, das unwahrscheinliche Kommunikation wahrscheinlich machen soll.metaphorik eine ansicht

Die Skulptur im √∂ffentlichen Raum kann und soll als eine Intervention betrachtet werden, vielleicht zu l√§cheln ohne ersichtlichen Grund, oder um das Gef√ľhl der Liebe auf einen v√∂llig Fremden zu √ľbertragen oder um dar√ľber zu sprechen.

Die Skulptur
Die Skulptur steht in Bezug zu Situationen, Geschehen und Zuständen.

Der Standort 2011 wird das Spannungsverhältnis von Objekt, Zeit, Raum, Ort und Mensch verdeutlichen. In Zusammenhang mit dem von mir gewählten Ort, steht die Explizierung des Objekts zu seiner Umgebung im Mittelpunkt.

Der Ort und der Mensch

Ernst Achilles studierte Architektur an der Technischen Hochschule Darmstadt und wurde im Mai 1963 Brandrat in Frankfurt am Main. Von 1966 bis 1989 war er Leiter der Feuerwehr.
Achilles gilt als ein Vorreiter und Vordenker der medizinischen Notfallrettung durch die Berufsfeuerwehren, die er in Frankfurt am Main einf√ľhrte. Au√üerdem forderte er in den Sechziger Jahren als einer der Ersten die Einf√ľhrung von Hubschraubern f√ľr die Feuerwehren in Gro√üst√§dten, sowohl f√ľr die Brandbek√§mpfung, zur Rettung von Personen, als auch zum Transportmittel f√ľr schwerstverletzte Personen nach Ungl√ľcksf√§llen. Achilles konnte sich damals mit seiner Idee noch nicht durchsetzen. Heute ist der Einsatz des Rettungshubschraubers bei Polytrauma-Verletzten eine Selbstverst√§ndlichkeit im bundesdeutschen System der Notfallrettung.
Wohl auch angesichts der zahlreichen Hochhausneubauten in Frankfurt am Main nach dem zweiten Weltkrieg besch√§ftigte sich Achilles intensiv mit dem vorbeugenden Brandschutz. Er galt weltweit als einer der f√ľhrenden Brandschutzexperten. Ihm zu Ehren wurde ein Platz in Frankfurt am Main nach ihm benannt.
Als Fachmann in Brandschutzfragen war Achilles auch weit √ľber Deutschlands Grenzen hinaus bekannt. Als internationaler Berater wurde er hinzugezogen bei der Katastrophe von Tschernobyl sowie bei der Bek√§mpfung der brennenden √Ėlquellen im Golfkrieg.

K√ľnstlerin: Cornelia Heier; heier@kunstheier.de